Stadt sammelt Ideen, Erfahrungen und Hinweise aus der Bevölkerung
Stadt sammelt Ideen, Erfahrungen und Hinweise aus der Bevölkerung

Dietzenbach - Die Online-Bürgerbeteiligung zum Nahmobilitätskonzept ist gestartet. Unter der eigens eingerichteten interaktiven Website www.nahmobilitaet-dietzenbach.de können sich Interessierte direkt auf einer Karte oder in einem offenen Bereich für Brain-Storming einbringen.

Damit man in Dietzenbach in Alltag und Freizeit noch besser von A nach B kommt, arbeitet die Kreisstadt aktuell an einem neuen Nahmobilitätskonzept, bei dem sowohl der Radverkehr als auch der Fußverkehr unter die Lupe genommen wird.

Die Auftaktveranstaltung zur Bürgerbeteiligung "Nahverkehrskonzept", also für den Rad- und Fußverkehr, fand am 29. Juni 2022 im Rathaus statt. Dort erfolgte der Startschuss für die Onlineplattform, um Ideen, Anmerkungen, Hinweise, Tipps und Erfahrungen einzuholen. 

Jede und jeder hat hier die Möglichkeit, mit einem Mausklick Punkte auf den Wegeverbindungen zu markieren – und diese mit Kommentaren und Verbesserungsvorschlägen zu versehen. Auch ortsunabhängige Hinweise oder Wünsche können eingebracht werden.

Es war selten einfacher und innovativer, sich direkt digital einzubringen und mitzuwirken

Die Beteiligungsmodule unter www.nahmobilitaet-dietzenbach.de sind bis zum 24. Juli freigeschaltet. Es gibt auch einen Bereich mit Antworten auf häufig gestellte Fragen.

„Diese interaktive Kommunikations- und Informationsplattform soll all das Potenzial an wichtigen Impulsen einfangen. Machen Sie mit und seien Sie ein Teil des Prozesses“, wirbt Bürgermeister Dr. Dieter Lang. Ziel ist es, die besten Wege für den Radverkehr zu identifizieren und Gefahren- und Schwachstellen entlang dieser Wege zu beschreiben.

„Um die Wohn- und Lebensqualität in unserer Stadt zu sichern, ist eine zukunftsfähige Mobilität besonders für den Alltag zwingend erforderlich“, so Erster Stadtrat René Bacher. „Wir möchten das Radwegenetz daher an die Bedürfnisse der Menschen anpassen und auch die Meinungen von Menschen einholen, die nicht die Möglichkeit haben, sich digital einzubringen.“

Für Rückfragen im Zusammenhang mit der Erarbeitung des Nahmobilitätskonzepts und der bevorstehenden Bürgerbeteiligung stehen die Projektleitung sowie der Vorstand des ADFC Dietzenbach zur Verfügung.

Außerdem stehen die hier genannten Ansprechpersonen auch zur Verfügung, um Hilfestellung bei Einträgen in die interaktive Kommunikations- und Beteiligungsplattform vom 29.06.2022 bis zum 24.07.2022 zu leisten.

  • städtische Projektleitung, Inga Windolf, Telefon: 06074/373-818.
  • ADFC Dietzenbach, E-Mail: [email protected]


Was bisher gemacht wurde:

Seit 2015 gibt es in Dietzenbach einen Arbeitskreis Radverkehr, der sich im Jahr 2022 zum Arbeitskreis Nahmobilität umbenannte. Projektleiterin Inga Windolf erklärt: „Die Attraktivierung des Rad- und des Fußverkehrs in Dietzenbach ist wichtig, damit kurze innerstädtische Wege mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurückgelegt werden anstatt mit dem PKW. Voraussetzung hierfür sind sichere Rad- und Fußwege. Abgesehen von den Vorteilen für die Umwelt und das Klima, machen Fuß- und Radverkehr eine Stadt lebenswerter, erlebbarer, näher, urbaner.“

Das Radverkehrskonzept aus dem Jahr 2004 deckt aus vielerlei Gründen die Bedarfe und Anforderungen an die Mobilität von Morgen nicht mehr ab und bedarf eines Updates. Um dies gesamtstädtisch zu denken und auszuarbeiten, wurde das Planungsbüro „Cooperative Infrastruktur und Umwelt“ (CIU) aus Darmstadt beauftragt, ein stadtweites Nahmobilitätskonzept zu erstellen.

Mit dem E-Bike zur Arbeit, mit dem Fahrrad zum Einkaufen oder auf zwei Rädern zum Musikunterricht: Radfahren wird in Dietzenbach immer beliebter, auch im Alltag. Um die Menschen auch auf dem Zweirad noch mobiler zu machen, werden derzeit ganz konkrete Maßnahmen entwickelt, die das Radfahren nicht nur attraktiver, sondern auch sicherer machen.  Dabei ist die derzeit in Umsetzung befindliche radverkehrsfreundliche Umgestaltung der L3001 nur der Auftakt.

Für das Nahmobilitätskonzept werden die Strecken eines ersten Netzentwurfs abgefahren und digital erfasst, um anschließend analysieren zu können, in welchen Bereichen sie ausgebessert, weiterentwickelt oder ganz neue Verbindungen geschaffen werden müssen. Dabei sind die Beschaffenheit der Wege genauso wichtig wie die Anbindungen der Stadtgebiete an die Ziele des Alltagsradverkehrs. Um zum Umstieg vom Auto aufs Rad zu motivieren, hat die Kreisstadt daher vor allem die alltäglichen Wege im Blick – zur Arbeit, zur Schule oder zum Einkaufen. Die Mobilität in Alltag und Freizeit steht im Fokus.

Bisher wurden viele Daten aus Unfallstatistiken, Erhebungen zu den Ein- und Auspendlern, vorhandene Routen aber auch die Entwicklungen der aktuellen Rad- und Fußverkehrsplanungen analysiert. Auch beliebte Quell- und Zielverbindungen wurden betrachtet. Zudem gab es Stadterkundungen per Fuß und Rad mit Vertreterinnen und Vertretern der Verwaltung, der Politik, des ADFC und des Planungsbüros, um die Situation direkt vor Ort zu erfassen und zu besprechen.



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