Bis zu 200 Menschen können in der neuen Gemeinschaftsunterkunft in Obertshausen Zuflucht finden
Bis zu 200 Menschen können in der neuen Gemeinschaftsunterkunft in Obertshausen Zuflucht finden

Obertshausen - Das ehemalige Karl-Mayer-Motel in Obertshausen wurde in den vergangenen Wochen umgebaut, um geflüchtete Menschen aus der Ukraine aufzunehmen. Beispielsweise wurde in jedem Zimmer eine kleine Küchenzeile inklusive Herd und Kühlschrank eingebaut, damit sich die Bewohnenden selbst versorgen können. Voraussichtlich ab der kommenden Woche wird das Gebäude bezogen. Am Dienstagvormittag stellten Vertreterinnen und Vertreter des Kreises Offenbach im Beisein der Stadträtin Hildegard Knorr von der Stadt Obertshausen die Räumlichkeiten vor.

Es stehen bis zu 200 Betten in rund 50 Zimmern zur Verfügung. Die Zimmer mit eigenen Bädern sowie einer Koch- und Kühlmöglichkeit stellen ein gewisses Maß an Privatsphäre sicher. Der Gemeinschaftsraum steht für Unterricht, Kurse und andere Aktivitäten zur Verfügung. Auch ein Büro für die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, die vor Ort die Geflüchteten betreuen, wurde eingerichtet.

„Im Kreis Offenbach sind aktuell knapp 3.000 Geflüchtete aus der Ukraine bei der Ausländerbehörde registriert“, sagt Landrat Oliver Quilling. „Die meisten haben wir in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht. Deswegen suchen wir auch weiterhin geeigneten Wohnraum, denn auch eine gute Gemeinschaftsunterkunft ist keine Dauerlösung.“

„Als sich abgezeichnet hat, dass vermehrt Flüchtlinge nach Deutschland kommen, hat auch der Kreis Offenbach nach Immobilien geschaut, die sich als Gemeinschaftsunterkunft eignen. Wir haben dann den Kontakt zwischen dem Besitzer und dem Kreis hergestellt, das Ergebnis der Gespräche und der anschließenden Sanierungsarbeiten ist nun sichtbar“, sagt Erster Stadtrat und Sozialdezernent Michael Möser.


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