Björn Simon (CDU) engagiert sich für den Raum Offenbach/Main im Deutschen Bundestag
Björn Simon (CDU) engagiert sich für den Raum Offenbach/Main im Deutschen Bundestag


Berlin – Sollte Armin Laschet, CDU-Bundesvorsitzender und Kanzlerkandidat, nächster Bundeskanzler werden, könnte auch ein Hesse auf Aufstieg hoffen. Björn Simon (Jahrgang 1981) gehört zur jungen Garde der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Der verheiratete Vater eines Kindes kam in Offenbach am Main zur Welt und wuchs in Obertshausen auf, wo er bis heute mit seiner Familie lebt. Nach einer mehrjährigen Vorlaufzeit in der Jungen Union trat er 2004 in die CDU ein. Im Anschluss an das Abitur und den Wehrdienst absolvierte er mit Erfolg ein Magisterstudium der Politikwissenschaft, Soziologie und Volkswirtschaft. Seit 2015 steht er der CDU in Obertshausen vor. Erste berufliche Erfahrungen sammelte er als Fraktionsreferent der CDU-Kreistagsfraktion im Main-Taunus-Kreis, im operativen Bereich der Fraport AG am Flughafen Rhein-Main sowie als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bundestagsbüro des Unions-Abgeordneten Peter Wichtel. Bei der Bundestagswahl 2017 gewann Simon das Direktmandat im Wahlkreis 185 mit 36,4 Prozent der Stimmen. Im Bundestag gehört der Politikwissenschaftler als ordentliches Mitglied dem Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur sowie dem Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit an. Außerdem ist er stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Bau, Wohnen, Stadtentwicklung und Kommunen.

Erneute Aufstellung als CDU-Direktkandidat im Bundestagswahlkreis 185

Auch im fernen Berlin vergisst der bodenständige Nachwuchspolitiker nicht seine regionalen Wurzeln im Großraum Offenbach. „Meine Familie, viele meiner Freunde und Kollegen leben in den Städten und Gemeinden zwischen Main und Spessart“, sagt er und verweist auf seinen ständigen Austausch mit den Menschen vor Ort. „Die Verbundenheit zu meiner Heimat treibt mich an. Mein Ziel ist es, dass unsere Kinder hier genauso sicher, behütet und glücklich aufwachsen, wie ich es bin.“

Seinen politischen Wertekompass beschreibt der Politiker so: „Ehrlichkeit und Verantwortungsbewusstsein sind die Grundpfeiler des Miteinanders und meiner Frau Katharina und mir sehr wichtig. Der christliche Glaube hat mich Toleranz, Nächstenliebe und Respekt gelehrt. Der Kurs meiner Politik ist an diesen Werten ausgerichtet. Auf dieser Grundlage trete ich an, unser Gemeinwesen in der sich immer schneller verändernden Welt weiterzuentwickeln.“ Aus dieser Haltung heraus wünschte er jüngst zum Ende des Fastenmonats Ramadan „allen muslimischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern ein gesegnetes Fest des Fastenbrechens. Eid Mubarak!“ Mit dem arabischen Gruß „Eid Mubarak“ – auf Deutsch „fröhliches Fest“ – beglückwünschen sich Muslime zum erfolgreichen Fasten. Trotz dieser Referenz an den Islam betont Björn Simon, dass es für ihn selbstverständlich sei, „unsere kulturellen Traditionen zu bewahren“. So begründet der Politologe auch seinen Eintritt in die CDU mit deren Grundwerten von Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität. Die Christdemokratie stehe „zu unseren abendländischen Traditionen, unseren historischen Werten und unserem Land. Das passt zu mir und ist gut für die Gesellschaft.“ 

Als versierter Umweltpolitiker hat sich der Hesse selbst bei der Opposition einen guten Namen gemacht, der auch seinen faktenreichen Redebeiträgen im Bundestag geschuldet ist. So sprach er im März 2021 für die CDU/CSU-Bundestagsfraktion zur „Einwegkunststoffkennzeichnungsverordnung“, mit der EU-Vorgaben eins zu eins in nationales Recht umgesetzt werden. Sein damaliges Fazit: „Vor allem durch die Kennzeichnung bestimmter Einwegkunststoffprodukte tragen wir zur Sensibilisierung der Bürgerinnen und Bürger unseres Landes bei, indem wir sie bildlich darauf aufmerksam machen, dass eine unsachgemäße Entsorgung erhebliche negative Auswirkungen auf unsere Umwelt hat. Und ich denke, wir sind uns alle einig, dass dies ein wichtiger Beitrag gegen die Umweltverschmutzung sein kann, denn jeder Becher, jede Zigarette, jedes Kunststoffprodukt, das unachtsam in die Umwelt geworfen wird, ist eines zu viel.“

Im April sprach Björn Simon im Plenum zur Änderung des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes, wodurch die Wiederverwendung und das Recycling von ausgedienten Elektrogeräten noch gesteigert werden soll. Diese Geräte enthalten neben wertvollen Rohstoffen auch gefährliche Schadstoffe und haben deswegen in der Restmülltonne und in der Umwelt nichts verloren. Allein im Jahr 2019 fielen weltweit 53,6 Millionen Tonnen Elektroschrott an. Zwar liegt die deutsche Recyclingquote von Metallen im Elektroschrottbereich bei über 95 Prozent, aber die Sammelmengen stagnieren. Bereits 2015 trat in Deutschland das Elektro- und Elektronikgerätegesetz in Kraft und legte nach Auffassung Simons die Grundlage für die erfolgreiche Sammlung und Verwertung von Elektroaltgeräten. Durch die im April beschlossene Änderung des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes sollen die Sammelmengen nochmals gesteigert und die Wiederverwendung von Elektroaltgeräten erleichtert werden. Der Umweltexperte sagte im Bundestag: „Für uns als Union ist klar: Um die Sammelmengen signifikant zu steigern, ist es unabdingbar, die Endverbraucher, also die Bürgerinnen und Bürger, besser über die Möglichkeiten zur Entsorgung zu informieren und die Praxistauglichkeit zu verbessern. Daher sehen wir auch die Einrichtung neuer Rücknahmestellen als notwendig an.“ Der Obertshausener verlangte mehr Sensibilisierung, um alte Fernseher, ausgediente Kaffeemaschinen oder defekte Handys dem richtigen Entsorgungsweg und dem anschließenden Recycling zuzuführen. „So schaffen wir es, wertvolle Rohstoffe in unserem Wirtschaftskreislauf zu erhalten und die Kreislaufwirtschaft in Deutschland weiter zu stärken.“ Reparieren sei besser als Recycling, aber Recycling sei immer besser als die Entsorgung im Restmüll.

Auf seiner Facebook-Seite zeigt der Bundestagsabgeordnete, dass er weit mehr als ein Fachpolitiker für Umweltfragen ist, sondern auch zu außenpolitischen Fragen eine klare Meinung hat. So forderte er beispielsweise die sofortige Einstellung des Raketenbeschusses aus dem Gazastreifen auf Ziele in Israel. Die vergangenen Tage hätten gezeigt, wie fragil die Sicherheitslage in der Region sei. Die gegenwärtige Eskalation der Gewalt sei durch nichts zu rechtfertigen und löse keine Konflikte. Am 9. Mai erinnerte der Christdemokrat anlässlich des Europatages der EU an die Schuman-Erklärung, die zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) als Vorläuferin der heutigen Europäischen Union führte. „Europa bedeutet Zusammenarbeit, Solidarität und Frieden. Nie zuvor haben wir auf unserem Kontinent länger gemeinsam in Frieden gelebt“, schrieb Simon. „Das sollten wir nicht vergessen und wertschätzen. Ich bin Europäer.“

Die Arbeit des Abgeordneten scheint bei der Parteibasis sehr gut anzukommen. Am 13. März wählten ihn die CDU-Delegierten aus Stadt und Kreis Offenbach im Rahmen ihres Nominierungsparteitages erneut zum Direktkandidaten für die Bundestagswahl. Björn Simon konnte sich über ein großartiges Ergebnis von 94,3 Prozent freuen. Sein Ziel ist glasklar: der erneute Gewinn des Direktmandats im Bundestagswahlkreis 185.



 

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